75 bis 90% aller Bronchialkarzinomfälle bei Männern und 50 bis 60% bei Frauen sind dem Rauchen zuzuschreiben. Dabei bestehen erhebliche geographische Unterschiede. Der Zusammenhang zwischen Rauchen und Bronchialkarzinom ist durch eine Fülle epidemiologischen Studienmaterials fest etabliert und als kausal nachgewiesen (IARC 1986). Eine Langzeitbeobachtungsstudie unter britischen Ärzten (Doll & Peto, 1976) zeigte folgendes Risiko des Zigarettenkonsum verglichen mit Nichtrauchern:
Täglicher | Risiko- |
1-14 | 8 |
15-24 | 13 |
> 25 | 25 |
Das Risiko nimmt ferner zu mit der Zeit, während der eine Person in ihrem Leben raucht, und es wird um so höher, je früher eine Person in ihrem Leben mit dem Rauchen beginnt (IARC 1986).
Rauchen beeinflusst auch den Behandlungserfolg bei Patienten mit nicht kleinzelligen Bronchialkarzinom: so sprachen Nichtraucher häufiger auf eine Chemotherapie an als Raucher bzw. Exraucher (Tsao 2006).
Neue Daten weisen darauf hin, daß insbesondere Raucher mit Lungenemphysem und zunehmendem Lungenparenchymverlust ein deutlich erhöhtes Bronchialkarzinomrisiko haben.
Durch Beendigung des Rauchens kann eindeutig eine Risikoverminderung erreicht werden. Eine Reihe von Studien belegt, daß vier bis fünf Jahre nach Beendigung des Rauchens die Risikoverminderung erkennbar wird, und nach 10 Jahren das Risiko von Nichtrauchern angenähert wird. Würden alle Menschen auf Rauchen verzichten, gäbe es 1/3 weniger Krebserkrankungen auf der Welt. Mit dem Rückgang des Zigarettenkonsums in den USA sinkt dort auch die Inzidenz des Bronchialkarzinome. Passivrauchen führt zu einem leicht erhöhten Bronchialkarzinomrisiko.
Informationen zum Thema finden Sie auch im Kapitel »Nikotinabhängigkeit«.
http://www.tabakkontrolle.de
http://www.rauchfrei-kampagne.de
http://www.krebshilfe.de
http://www.smokefree.gov
Raucherentwöhnung leicht gemacht (PDF)
- Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation für Gesundheitsberufe
Aufatmen (PDF)
- Erfolgreich zum Nichtraucher- Broschüre der Deutschen Krebshilfe e.V.
Ja, ich werde rauchfrei (PDF)
- Broschüre der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
Röntgen Thorax - Kleinzelliges Bronchialkarzinom, Stadium T3 im rechten Oberlappen
Bei radiologischem Tumorverdacht kann in ca. 70% der Fälle bronchoskopisch ein Tumor histologisch gesichert werden.
Neben den beiden im letzten Jahr neu zugelassenen Substanzen zur Therapie des Nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinoms Erlotinib – Tarceva® und Pemetrexed ...