Indikation zur CT-gesteuerten Punktion beim Bronchialkarzinom ist die histologische Sicherung der Verdachtsdiagnose. Gelegentlich ist eine Materialgewinnung zur histopathologischen Begutachtung mittels Bronchoskopie nicht möglich. Bronchoskopisch problematisch sind kleine Herd in der Peripherie und endobronchial nicht sichtbare Tumore.
Die CT-gesteuerte Punktion hat bei pleuranahen Herden eine perkutane Punktion unter Durchleuchtung weitgehend abgelöst. Zur CT-gesteuerten Punktion eignen sich:
Zur Gewinnung zytologischen Materials werden Kanülen mit Durchmessern von 0.7-0.8 mm verwendet (Feinnadelpunktionen), zur Gewinnung histologischen Materials dienen Nadeln mit etwa 2 mm Durchmesser (Stanzbiopsien, »Tru-cut«). Bei Punktionen der Lunge kommt es in 20-60% der Fälle zu einem Pneumothorax. Hiervon ist etwa die Hälfte behandlungsbedürftig. Die Therapie besteht in der Regel in einem Abpunktieren der Luft aus dem Pleuraspalt. Nur 1% der Fälle bedürfen einer Thoraxdrainage. Die Rate der Pneumothoraces wird reduziert, wenn der Patient nach der Punktion auf die Punktionsseite gelegt wird. In jedem Fall ist nach der Punktion eine Kontrollaufnahme und 2 Stunden nach der Punktion eine Thoraxübersichtsaufnahme in Exspiration anzufertigen um einen eventuellem Pneumothorax zu entdecken.
Problematisch ist gelegentlich die zu geringe Materialmenge für eine eindeutige histologische Klassifizierung.
Röntgen Thorax - Kleinzelliges Bronchialkarzinom, Stadium T3 im rechten Oberlappen
Bei radiologischem Tumorverdacht kann in ca. 70% der Fälle bronchoskopisch ein Tumor histologisch gesichert werden.
Neben den beiden im letzten Jahr neu zugelassenen Substanzen zur Therapie des Nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinoms Erlotinib – Tarceva® und Pemetrexed ...